Schloßruine Hertefeld
Geheimnisvolle Schloßruine: Das historisch bedeutende Rittergut (14. Jh.) und spätere Barockschloß Hertefeld in Weeze ist seit 1945 Ruine und liegt in reizvoller Alleinlage in einem rund fünf Hektar großen Schloßpark rd. 70 km nordwestlich von Düsseldorf. Seither können Gäste in acht individuellen Suiten und Zimmern übernachten: im wiedererrichteten Barockturm mit angrenzendem Gewölbe, den verträumten Wächterhäuschen im großzügigen Park und in einem Flügel des 300-jährigen Renteigebäudes. Gefrühstückt wird im Kaminsaal, dem Kreuzgratgewölbe oder bei gutem Wetter auch in der Ruine selbst. Die Räume bieten Platz für Feste und Tagungen für ca. 150 Personen, außerhalb (im Park) auch deutlich mehr; in den Sälen und im Gewölbe sind zudem auch standesamtliche Hochzeiten möglich. Die sehr persönliche und entspannte Atmoshäre dieses ungewöhnlichen Ortes springt schnell auf die Besucher über. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!Preise von 145,00 € bis 270,00 € Doppelzimmer:Anzahl: 4x inkl. Frühstück Suiten:Anzahl: 4x inkl. Frühstück
Kultur & Freizeit
Freizeitgestaltung
- Tierpark vor dem Haupttor
- Kevelaer (bedeutender Wallfahrtsort)
- Kleve ( Herzog- und Kurstadt im Reichswald mit Schwanenburg, Museen Kurhaus und Koekkoek, Historischen Gartenanlagen des Prinzen v. Nassau)
- Xanten (Sommerfestspiele und römischer Archäologiepark)
- Kalkar (Historische Kleinstadt mit bedeutenden Schnitzaltären)
- Nimwegen (älteste Stadt der Niederlande mit Bibel-, Fahrrad-, Befreiungs- und Blindenmuseum)
- Arnheim (Kröller-Müller-, Wasser- und Airborne-Museum, Burgers' Zoo)
- Museum Schloß Moyland in Bedburg (Moderne Kunst und Joseph Beuys)
- Preußenmuseum Wesel
- Radtouren entlang von Niers und Maas (z.B. Herrensitzroute, Nierswanderweg)
- Naturschutzgebiete Düffel und Bislich (Winterlager der arktischen Wildgänse)
- Wanderungen in den Maasdünen und der Berger Heide
- Paddeln auf der Niers
- Golfen auf 13 Plätzen in 40 km Umkreis
- Wellness-Aufenthalte im Thermalbad Arcen oder der Badelandschaft GochNess
- Ausflüge ins Ruhrgebiet (z.B. Duisburg: größter Binnenhafen der Welt und umgewandelte Zechen im „Landschaftspark Nord")
- Ausflüge in die benachbarten Niederlande
- Interessante größere und kleinere Städte in der Umgebung (z.B. Brüssel und Brügge, Amsterdam und Maastricht oder Düsseldorf und Köln usw.)
Geschichte
Blick in die Geschichte
Das befestigte Haus wird erstmals 1317 erwähnt und befindet sich seither ununterbrochen im Besitz derselben Familie. Zu dieser Zeit üben die Herren von Hertefeld die niedere Gerichtsbarkeit über die Leute der Weezer Pfarre St. Cyriakus aus.
Im 16. Jh. treten sie als eine der ersten niederrheinischen Adelsfamilien zum reformierten Glauben über, den sie generationenlang in Weeze und Uedem entschlossen unterstützen.
Im 17. Jh. werden die wichtigen Kontakte zum Kurfürsten von Brandenburg geknüpft, denen zufolge der nunmehr brandenburgische Oberjägermeister Jobst Gerhard von Hertefeld den Besitz "Liebenberg" in der Mark Brandenburg erwerben kann.
Im 18. Jh. wird Hertefeld zu einem barocken Schloß mit französischem Garten umgebaut. Der Sohn Jobst Gerhards, Samuel von und zu Hertefeld, wird durch König Friedrich Wilhelm I. von Preußen in den Freiherrenstand erhoben, welcher bei seinen Inspektionsreisen am Niederrhein auf Hertefeld logiert. Auch der russische Zar Alexander I. ist dort zu Gast.
Im 19. Jh. besetzen die Franzosen den Niederrhein; die Hertefelds verweigern die Kollaboration. Später fällt das Erbe über die Großnichte des letzten Hertefelds an die Grafen zu Eulenburg, eines der Wettiner Uradelsgeschlechter.
Im 20. Jh. wird Sohn Philipp (Kaiserlich dt. Botschafter in Wien) als enger Berater Kaiser Wilhelms II. in den preußischen Fürstenstand und durch den schwedischen König zum Grafen v. Sandels erhoben. Das Familienoberhaupt führt fortan den Namen "Fürst zu Eulenburg und Hertefeld, Graf von Sandels".
Wenig später entsteht in Hertefeld die Oper "Die Lieder des Euripides" durch den Komponisten und Reger-Schülers Botho Sigwart zu Eulenburg, die 1905 am königlichen Hoftheater in Stuttgart uraufgeführt wird.
Ende des zweiten Weltkrieges muß die Familie ihren Sitz in Liebenberg wieder aufgeben, der im Rahmen der so genannten "Bodenreform" enteignet wird. Sie kehrt auf ihren Stammsitz an den Niederrhein zurück, der allerdings größtenteils durch deutsche Truppen zerstört worden ist.
Einer Idee der Eigentümerfamilie aus dem Jahr 1947 folgend, wird im Jahr 2004 durch die mittlerweile 22. Generation mit dem Wiederaufbau des Hauptturmes und des Schloßmitteltraktes auf Basis der überlieferten Ansichten und befundeten Grundmauern begonnen, in denen - inmitten der Ruine - der alte Kaminsaal, das frühere Kreuzgratgewölbe und zwei Übernachtungszimmer wiedererstehen.Routenplaner
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