Gutshaus Sieversdorf
In buchstäblich letzter Sekunde konnte Gutshaus Sieversdorf im Odervorland bei Frankfurt vor dem endgültigen Verfall gerettet werden. Das um 1690 erbaute Gutshaus in der Mark Brandenburg hatte in den Wirren der Nachkriegszeit und zu DDR-Zeiten viel zu erdulden. Doch seit 1993 sind die Nachfahren der einstigen Besitzer, die Familie von Stünzner-Karbe, wieder in Sieversdorf ansässig. Sie versetzen das Anwesen Stück für Stück in seine einstige Pracht zurück. Der besondere Reichtum des Gutshauses ist der Stuck aus der Erbauungszeit. Bald wird das malerische Haupthaus auch den letzten Außenschliff erhalten. Mehrere gemütliche Gästezimmer für erholungsuchende Urlauber stehen bereit.Weitere Informationen in der Rubrik Arrangement/Veranstaltung.
Preise von 80,00 € bis 100,00 € Doppelzimmer:Anzahl: 4x inkl. Frühstück Suite:Anzahl: 2x inkl. Frühstück
Kultur & Freizeit
• Sachkundige Führungen zu Kultur, Natur und Geschichte der Region(u.a. Preußen, Seelower Höhen, Küstrin), auch über die deutsch-polnische Grenze
(Schloss Tamsel, Johanniter-Kirche in Sonnenburg/Slonsk)
• Marienkirchenfenster in Frankfurt (Oder)
• Tagestour nach Berlin (ca. 80 km entfernt)
• Badeausflug an den Helenesee mit kristallklarem Wasser und Sandstrand
• Ausflugstouren auf dem weit ausgebauten Radwegenetz
• Zahlreiche Wanderwege und Seen in der näheren Umgebung
• Wassersportmöglichkeiten in der Nähe
• Tagestour zum Kloster Neuzelle
• Jagdmöglichkeiten (nach Absprache)
Geschichte
Die Geschicke dreier Familien waren für die Entwicklung des Gutshauses Sieversdorf und des gleichnamigen Ortes entscheidend. Von 1393 bis 1777 befand es sich im Besitz der Familie von Strantz. Von 1789 bis 1890 gehörte es der Familie Karbe und danach der Familie von Stünzner-Karbe: Es ist also eine weit zurückreichende Geschichte, die die heutigen Besitzer des Gutshauses Sieversdorf mit dem herrschaftlichen Gutsensemble verbindet. Bis nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 befand sich das Anwesen in ihrem Besitz. Danach ging es im Zuge der Enteignung an die sowjetische Kommandantur über. Das Gutshaus hatte den Krieg relativ unbeschadet überstanden, 1947 erfolgte dann allerdings im Zuge der Aktionen gegen Herrenhäuser und Schlösser der Abbruch der drei nördlichen Gebäudeachsen. So blieben von dem ursprünglich siebenachsigen Bau nur vier Achsen erhalten.
1993 kaufte die Familie von Stünzner-Karbe den ehemaligen Familiensitz von der Treuhand-Liegenschaftsverwaltung zurück, um es als Mehrgenerationen-Projekt (inzwischen gibt es fünf kleine Stünzners) wieder aufzubauen. Eine schrittweise Sanierung der Kirche und des Gutshauses sowie der Wiederaufbau der drei zerstörten Achsen geben dem Anwesen seine ursprüngliche Schönheit zurück. Insbesondere der Barocksaal glänzt mit Stuckarbeiten aus der Erbauungszeit, die auch in weiteren Räumen zu finden sind. Nachdem im Frühjahr 2008 auch die Außenfassade den letzten Schliff erhalten wird ist Gut Sieversdorf nach Jahrzehnten des Verfalls dabei, wieder zu einem Schmuckstück der Region zu werden. Für historisch und handwerklich interessierte Gäste können Führungen durch die beiden international bekannten Betriebe organisiert werden, die auf dem Gutshof ansässig geworden sind: Orgelwerkstatt Scheffler (Sauer-Orgeln) und Formziegelei GOLEM. Seine Lage mitten in der idyllischen Landschaft der Mark Brandenburg und in Nähe zu Frankfurt an der Oder, polnischer Grenze und Berlin, verleiht einem Aufenthalt auf dem Gutshaus einen zusätzlichen Reiz.
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